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Gemeinsam sind wir stärker: RS und Distrelec haben sich zusammengeschlossen und können Ihnen nun ein breiteres Produktsortiment sowie Schweizer Support und Fachwissen vor Ort anbieten.
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Piezo-Schalter beweisen, dass die fortschrittlichste Lösung zugleich die eleganteste ist. Die Mini-Taster sind in der Regel wasserdicht & können per Funk bedient werden, perfekt für Branchen mit hohen Anforderungen an Hygiene wie die Lebensmittelindustrie!
Ein Schalter erfüllt grundsätzlich immer die gleiche Funktion. Er trennt oder verbindet zwei oder mehr Teile eines Schaltkreises, je nachdem, in welchem Betätigungszustand er sich befindet. Dabei bildet der Schalter im geschlossenen Zustand meist einfach die leitende Brücke zwischen zwei räumlich getrennten Leitern: Der Strom kann fließen. Auch Misch- oder Zwischenformen haben sich längst etabliert, beispielsweise in Form von Dimmschaltern, die statt „An“ oder „Aus“ auch Zwischenstufen ermöglichen.
Die Funktionsweise von Piezo-Schaltern basiert auf dem piezoelektrischen Effekt. Dieser beschreibt das Phänomen, dass manche Materialien bei mechanischer Verformung eine elektrische Spannung aufbauen – und sich umgekehrt bei Anlegen einer solchen verformen können. Diese Spannung wird genutzt, um Halbleiterbauteile wie zum Beispiel Transistoren zu öffnen und so Stromflüsse in Schaltkreisen zu steuern. Der piezoelektrische Effekt ist nicht nur für Schalter von Bedeutung; er bildet Grundlage für viele Technologien wie die Rasterelektronenmikroskopie oder Schwingquarze.
Die kleinen Taster eignen sich besonders für Anwendungsbereiche, in denen hohe Belastbarkeit gefragt ist. Da sie im Kern nur aus dem piezoelektrischen Material und dem Gehäuse gebaut sind, besitzen sie meist keine beweglichen Einzelteile. Das ermöglicht eine überaus robuste, wasser- und staubfeste Konstruktion.
Generell kommen meist Piezo-Taster zum Einsatz. Das sind Schalter, die zum Beispiel mit dem Finger unter Einwirkung von Druckkraft ausgelöst werden. Dadurch verwendet man sie für alle möglichen Maschinen und Geräte, die von Menschenhand bedient werden müssen.
Sie eignen sich ideal für die Lebensmittelindustrie, in der Bauteile oft Flüssigkeiten wie zum Beispiel Nahrungsmitteln oder auch Reinigungsmitteln ausgesetzt sind. Auch im medizinischen Bereich oder dem Bergbau kommen solche Schalter häufig zum Einsatz, da sie den teils hohen geforderten Hygienestandards bestens entsprechen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Impulsschaltern und Rastschaltern:
Abgesehen von der Schaltfolge gibt es Piezo-Taster in allen möglichen Anschlussformen. Je nach Implementierung haben sie Schraub-, Steck-, Pin-, Kabel- oder andere spezielle Anschlüsse. Dadurch lassen sie sich in quasi jeder Arbeitsumgebung problemlos einsetzen. Auch verfügen sie teilweise über Features wie LED-Beleuchtung oder haptisches Feedback.
Achten Sie bei Piezo-Tastern vor allem auf die IP-Schutzstufe. Diese gibt Auskunft darüber, wie gut das Gehäuse gegen Staub und Feuchte schützt. Erläuterungen zu den IP-Codes finden Sie hier.
Wie bei jedem technischen Bauteil liefern die Kennzahlen und Daten eine schnelle Übersicht über die Einsatzmöglichkeiten eines Piezo-Schalters:
Für die genannten Anwendungsbereiche kommen grundsätzlich auch andere übliche Schalterformen infrage: Gängige Bauweisen, wie zum Beispiel Pilzschalter, Drehschalter oder Kippschalter sind nicht an die Funktionsweise eines piezoelektrischen Materials gebunden und können so Funktionen erfüllen, die sich mit Piezo-Tastern vielleicht nicht umsetzen lassen. Für komplizierte Bedienelemente wie Joysticks muss man eher auf andere Alternativen zurückgreifen.
Ein wesentlicher Nachteil gegenüber anderen Schaltern ist der Kostenpunkt. Besonders Piezo-Schalter aus hochwertigen Materialien sind signifikant teurer als andere Schalterformen. Allerdings sind sie auch langlebiger. Bis zu 20 Millionen Betätigungen halten Piezo-Schalter aus – mehr als zehnmal so viele wie einfache Kippschalter aus Kunststoff und Kupfer. Je nachdem, welchen äußeren Belastungen der Schalter ausgesetzt ist, kann dies ein wichtiger Kostenfaktor sein.
Einen weiteren Schwachpunkt stellt das Gewicht dar. Im Vergleich zu Tast- oder Halleffekt-Schaltern wiegen Piezo-Schalter trotz ihrer geringen Größe manchmal bis zu zweihundert Gramm, was die Anforderungen an andere verwendete Materialien erhöht.
Von Vorteil hingegen ist die oftmals simple Implementierung von Piezo-Tastern. Sie lassen sich im Gegensatz zu anderen sicheren Schaltern wie Schlüsselschaltern schnell und bequem in jede Maschine einbauen.
Darüber hinaus erfordern Piezo-Schalter keine Betriebsspannung, da das piezoelektrische Material seine eigene Spannung liefert. Zusammen mit staub- und wasserabweisenden Eigenschaften untermauert diese Eigenschaft die generelle Robustheit. Sie sind zudem relativ sicher vor Vandalismus, weshalb sie sich hervorragend für den Einsatz an öffentlichen Plätzen eignen.